Rotweiss Thun zeigt auswärts gegen die HSG Aargau Ost eine starke erste Halbzeit, muss sich am Ende aber mit einem 27:27-Unentschieden zufriedengeben.
Rotweiss Thun startet souverän in die Partie und findet sofort ins Spiel. Die Abmachungen stimmen, die Spielzüge funktionieren und im Angriff fallen die Tore. Bis zur Pause wächst der Vorsprung auf sechs Tore an. Mit 20 Treffern in der ersten Halbzeit stellt Rotweiss Thun zudem einen persönlichen Saisonbestwert auf. Beim Stand von 14:20 geht es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel folgt jedoch der Einbruch. Rotweiss Thun tut sich im Angriff schwer, technische Fehler häufen sich und Aargau Ost nutzt die Chancen konsequent. Tor um Tor schmilzt der Vorsprung dahin, bis die Gastgeberinnen in der Schlussphase tatsächlich ausgleichen.
Die letzten Minuten werden zum Krimi. Linda Bieri pariert kurz vor Spielende einen Siebenmeter und hält Rotweiss Thun damit in Führung. 15 Sekunden vor Schluss ist Rotweiss Thun nochmals in Ballbesitz, verliert den Ball aber und muss zusehen, wie Aargau Ost den Gegenstoss zum Ausgleich verwertet.
So endet eine Partie, die nach der ersten Halbzeit eigentlich in eine andere Richtung zu laufen schien, mit einem 27:27. Der verpasste Sieg schmerzt, doch Rotweiss Thun nimmt immerhin einen Punkt mit. Und die erste Halbzeit zeigt, was in diesem Team steckt.

